Frage

Wäre es nicht sinnvoller, dieses Geld in Infrastruktur für das Auto zu stecken?

Genau dieses Projekt wurde für die Autofahrer konzipiert. Unser Ziel ist einfach: 100 000 Nutzer von den Straßen zu nehmen und sie unter die Erde zu verlagern, um die Oberfläche zu entlasten — Autos, Busse und sogar die Fahrräder, die dann weniger „im Weg" sind.

Kein anderes Projekt nimmt 100 000 Nutzer für lediglich rund 10 Milliarden Dollar von der Fahrbahn. Es ist im Grunde der Traum der Autofahrer selbst: weniger Leute vor ihnen, ohne der Straße etwas wegzunehmen.

Frage

Ist das sicher?

Ja — und sogar sicherer als die Straße, besonders für gefährdete Personen. Das Netz steht rund um die Uhr unter Kameraüberwachung, ist dauerhaft beleuchtet und wird ständig von Streifen befahren, all das geschützt vor Schwerlastfahrzeugen.

Im Brandfall sind Rauchschutzschleusen und Fluchtschächte zur Oberfläche etwa alle 300 m vorgesehen sowie Notrufsäulen (mit WLAN und Zugang zum Notruf) alle 100 m. Die Einzelheiten jeder Vorrichtung finden sich auf der Seite Sicherheit.

Frage

Fällt das Netz bei einem großen Stromausfall von Hydro-Québec aus?

Nein. Ein Gasgenerator übernimmt sofort und hält das Netz in Betrieb.

Gas ist nicht ökologisch, das geben wir zu. Aber selbst mit einem Notstromaggregat bleibt das Netz ökologischer als die Alternative: Tausende von Nutzern, die wieder herauskommen und ins Auto steigen. Und dieser Generator dient nur als Notbehelf, bis der Strom zurückkehrt.

Warum nicht eher Batterien? Sie sind ideal für eine kurze Unterbrechung, aber bei einem großen und langanhaltenden Ausfall bleibt das Gas die beste Lösung: Es hält so lange durch, wie man es mit Kraftstoff versorgt. Im Notbetrieb läuft im Übrigen nicht alles weiter — nur die kritischen Systeme bleiben aktiv: die Belüftung und eine reduzierte Beleuchtung (etwa jedes vierte Licht), genug, um sicher zu fahren und zu evakuieren.

Frage

Ist das nicht zu teuer?

Ja, es ist teuer — aber Kosten allein sagen nichts aus: Man muss sie mit dem Nutzen und den Alternativen vergleichen. Um nun so viele Straßen zu entlasten, ist keine andere Option günstiger: weder eine U-Bahn noch eine Straßenbahn noch eine neue Brücke noch der Ausbau der Autobahnen.

Die Seite Vergleich stellt die Zahlen nebeneinander, und die Seite Kosten erläutert die Berechnung im Detail.

Kritik

„Die Geologie Québecs ist nicht für das Bohren geeignet…"

In Wirklichkeit bohrt eine Tunnelbohrmaschine in praktisch jedem Boden. Manche Böden machen den Vortrieb langsamer und teurer, aber sie stoppen ihn nicht. Und die Geologie der Region Québec ist nichts Extremes: Wir befinden uns in einem eher weichen Gestein des Tieflands des Sankt-Lorenz-Stroms und nicht im Kanadischen Schild — außer im nördlichen Teil der Stadt.

Diese Art von Sedimentgestein ähnelt Formationen (wie dem Kalkstein der Region Nashville), in denen das Bohren gut gelingt und in denen die Prufrock-Tunnelbohrmaschinen von The Boring Company gezeigt haben, dass sie ohne größere Schwierigkeit vorankommen. Vorsichtshalber wenden wir dennoch einen Aufschlagsfaktor für unseren Bodentyp an — bereits in unsere Berechnungen einbezogen. Siehe die Seite Geologie.

Kritik

„Die Ambitionen von The Boring Company sind beim Preis nicht immer realistisch…"

Das stimmt — und wir haben es berücksichtigt. Wir haben ihr optimistischstes Szenario nicht übernommen: Wir haben sogar ein Szenario ohne jede Verbesserung bei Kosten oder Produktivität modelliert.

Und selbst in diesem ungünstigen Fall bleibt unser Projekt günstiger als alle anderen erwogenen Verkehrsmittel. Die Einzelheiten finden sich auf der Seite Baukosten.

Frage

Sollte man nicht lieber in die Gesundheit investieren?

In die Gesundheit zu investieren ist unerlässlich — niemand bestreitet das. Aber was unserem System am dringendsten fehlt, ist die Prävention.

Unter U-Bahn, Straßenbahn, Auto und Bus ist unser Netz nun das einzige, das die Menschen gesund hält, indem es sie täglich zu moderatem Sport bringt. Man wiederholt unaufhörlich, dass die Menschen sich nicht mehr genug bewegen und dass das für die Gesundheit verheerend ist: Unser Projekt geht genau in die richtige Richtung.

Kritik

„Das Netz dient nur bereits fitten Radfahrern."

Falsch. Mit Elektrofahrrädern und einer Strecke ganz ohne Halt wird das Fahren zum echten Kinderspiel — selbst für eine nicht fitte Person. Und wer im Gegenteil wieder in Form kommen will, hat weiterhin die Wahl eines klassischen Fahrrads.

Mehr noch: Jugendliche ohne Führerschein können sicher zur Schule fahren, ohne dass ein Elternteil sie bringen muss.

Kritik

„Und die Eltern mit kleinen Kindern?"

Die Jugendlichen gewinnen dank des Netzes an Selbstständigkeit. Für die Jüngsten kann ein Elternteil ein Elektrofahrrad mit einem Kinderanhänger hinten verwenden.

Wir stehen dazu: Das ist nicht für alle Familien geeignet. Aber das Ziel war nie, 100 % der Bevölkerung in das Netz zu bringen — nur etwa 10 %.

Eine Kritik, die hier nicht steht? Dieses Bürgerprojekt kommt dank schwieriger Fragen voran. Wenn Sie eine Schwachstelle, eine zu prüfende Annahme oder einen vergessenen Blickwinkel sehen, schreiben Sie uns über die Seite Kontakt — die besten Einwände machen das Projekt solider.