Das Netz erschließt Sainte-Foy, Sillery, Cap-Rouge, die Université Laval, die Altstadt von Québec, Limoilou, Beauport, Charlesbourg und Les Rivières. Eine Verbindung Québec–Lévis wird kurzfristig durch Shuttle-Lastwagen und Shuttle-Boote sichergestellt, bis ein eigener Tunnel unter dem Strom entsteht.

Karte der Bevölkerungsdichte der Region Québec, überlagert mit der Streckenführung des unterirdischen Radwegenetzes
Die Strecke folgt der Bevölkerungsdichte: 480 000 Menschen leben in einem Kilometer Entfernung von einer Trasse, 700 000 in zwei Kilometern.

Die Streckenführung ist alles andere als willkürlich: Sie wurde so gezeichnet, dass sie der Bevölkerungsdichte der Metropolregion Québec so genau wie möglich folgt. Jeder Tunnelkilometer soll dort verlaufen, wo die meisten Menschen wohnen, um die Zahl derer zu maximieren, die das Netz zu Fuß erreichen können. Im Ergebnis leben 480 000 Menschen in einem Kilometer Entfernung von einer Trasse — nur wenige Gehminuten — und 700 000 in zwei Kilometern. Indem es der Dichtekarte statt den großen Straßenkorridoren folgt, bedient das Netz die Viertel, in denen die Nachfrage tatsächlich am größten ist.

Warum ein unterirdisches Netz statt Radwegen an der Oberfläche?

Drei Hauptgründe: Das Klima in Québec erschwert das Radfahren an der Oberfläche etwa 9 Monate im Jahr (6 Wintermonate plus rund 3 Monate mit Regen, Wind und Eisregen); Zusammenstöße mit Kraftfahrzeugen sind die häufigste Todesursache bei Radfahrenden; und die Oberfläche ist bereits durch andere Nutzungen gesättigt.

Der Untergrund bietet eine ungenutzte 3. Dimension. An jeder Kreuzung führt ein Tunnel einfach unter dem anderen hindurch — das Ergebnis: null Halte, null rote Ampeln, null Ziehharmonika-Effekt.